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Interaktives Board – Wii ist das möglich? – Teil V

Posted by medienseminar - März 25, 2009

Interaktive Boards – Es gibt auch Alternativen…

Zugegeben, die Wii-Lösung ist hin und Wii-der etwas für den erfahren Bastler. Für den zuverlässigen Einsatz wünscht sich so mancher  Anwender eine stabilere Lösung… Auch hier haben wir uns umgeschaut und trafen zielsicher auf den Genius… – eine Lösung, die der Wii-Variante sehr ähnlich ist, sich jedoch sowohl fest verortet als auch portable einsetzen lässt.

Den Projektor Genius haben wir uns angeschaut, vielmehr war der Hersteller im Medienzentrum Eschwege und hat das Gerät vorgeführt. Er arbeitet besser als die Wii, da er eine andere IR-Frequenz nutzt, die nicht so störanfällig gegen die im normalen Licht enthaltene IR Anteile ist. Allerdings kostet er auch das 10-fache der Wii-Lösung. Die Verbindung mit dem Rechner wird per USB vorgenommen, eine wesentliche Vereinfachung in der Handhabung. Das USB-Kabel (7,50 m), Zeigestab und Stift sowie die zugehörige Software (sie ist im Umfang überraschend groß) kommen in einer kleinen schwarzen Tasche (portable) daher. Die Software bietet eine Vielzahl an Bibliotheken mit Vorlagen an, ähnlich der Galerie bei SMART. Die Firma vertreibt auch das Cleverboard und hat insofern bereits Erfahrungen mit diesen Softwarebibliotheken. Weiterhin ist die Software in der Lage, jeden Schritt mit zu zeichnen, der vom Bediener vorgenommen wird. Am Ende der Session kann man sich entscheiden, ob nun die Präsentation oder was auch immer als Video gespeichert werden soll. Eine sehr schöne Funktion, da sich so Einführungen in Software oder ganz bestimmte Problemlösungen als Video aufzeichnen lassen. Diese können dann zu einem späteren Zeitpunkt wieder zur Verfügung gestellt werden. Eine sehr hilfreiche Funktion, da man auch nichts weiter tun muss, um diese Funktion zu aktivieren. Allerdings im Unterschied zu allen „Tafelsystemen“ muss man die Übertragung des Signals vom Stift zum Empfänger garantieren, d.h. ich darf nicht im Weg stehen (stift und Empfänger wollen sich sehen). Das Gerät kommt mit einer Art „Zeigestock“ in dem ich am oberen Ende die IR Diode und im Griff einen Taster habe daher. Somit kann ich Projektionsflächen bis zu 3,6 m Diagonale (!!!) gut bedienen, vorausgesetzt ich muss nicht im oberen Teil der Projektion schreiben. Der kürzere Handstift ist leider Drucksensitiv, d.h. zum Auslösen des IR Signals muss die Spitze auf die Wand gedrückt werden.  Dieses macht den Einsatz des Projektors „an jeder Wand“ unmöglich. Dazu ist auch noch zu sagen, dass die Kantenglättung der Schrift nicht sehr schön ist. Das heißt, dass bei den Buchstaben die Linien nicht schön gerade dargestellt werden, sondern immer etwas „ausgefranst“ erscheinen. Aber damit kann man leben! Das Gerät kann neben dem Beamer an die Decke gehangen werden (die Halterung ist im Lieferumfang enthalten). 

    Der Genius ist eine preiswerte Alternative zu jeder Art von interaktiver Tafel. Die Alltagstauglichkeit und der Einsatz im Unterrichtsalltag müsste in einem Versuch noch überprüft werden. Ende April stellt die Firma Genius dem Medienzentrum ein Vorführgerät zum Test im schulischen Alltag zur Verfügung.

 

Moderation: rudolph + vonspecht

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