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Die Ausstattung ist da – und nun?

Posted by medienseminar - November 18, 2008

Nach einer erfolgreichen Installation von Computern und anderer Rechentechnik in der Schule (hier wurde viel Geld in die Hand genommen) ist es nicht immer leicht, die passende Lernsoftware zu finden.

In diesem Artikel geht es in erster Linie nicht um die Bedienung von schulisch geeigneter Lernsoftware. Vielmehr geht es darum, Lernsoftware hinsichtlich ihres Einsatzes zu beurteilen.

Gute Lernprogramme sollen bzw. können den darzubietenden Lernstoff überschaubar unterteilen, den Schwierigkeitsgrad dem Lernfortschritt anpassen, Ablenkungen vermeiden, motivierende Elemente (Maskierung) in den Lernkontext einbeziehen, über Anschauung und Beispiele das Verständnis fördern, große Zahlen und Schriften sowie klare Symbole nutzen, selbstständiges Arbeiten und Lernen fördern, Lernchancen durch Abwechslung fördern und den Schüler da abholen, wo er steht  um Überforderungen zu vermeiden.

Zunächst ist die Auswahl von Lernsoftware von den folgenden Kriterien abhängig -Auswahlkriterien

Wie Hardwareausstattung an meiner Schule (Medieninseln, Einzel PC`s; PC mit CD-Rom oder ohne, Laptop, Server, Internetzugang)?

Mit wem soll die Software eingesetzt werden (einzelne Schüler, Kleingruppen, ganze Lerngruppe)? Dient sie der Nachhilfe, LRS – Förderung, findet sie Einsatz im Sprachheilunterricht oder als Diagnose- oder Therapiesoftware?

Welchem Zweck soll sie gerecht werden? Dient der Einsatz der Erarbeitung neuer Lerninhalte, der Übung und Wiederholung, der Festigung oder gar als Belohnung?

Zeitpunkt und Tageszeit? Soll sie in der Schule eingesetzt werden (wann? erste Unterrichtsstunde … letzte Unterrichtsstunde) oder zu Hause (täglich, am Wochenende, in den Ferien… )? Wichtig ist jedoch, dass Lernsoftware, welche für den schulischen Einsatz bestimmt ist, nur in der Schule verwendet werden sollte und nicht im häuslichen Bereich eingesetzt werden… für diesen Bereich gibt es eine Menge anderer Lernsoftware (Hier sollte der man beratend tätig werden!)

Wie steht es um das Verhältnis von Lerninhalten und  Maskierung?

Hat das Programm eine schülergerechte Bedieneroberfläche?

Stellt das Programm Kontrollmöglichkeiten (Erfolge und Verlauf in einer Lernstatistik festhalten)?

Gibt es Eingriffsmöglichkeiten durch die Lehrkraft in das Programm (sperren, beeinflussen, erweitern von Programmgruppen)?

Sind die Programme selbsterklärend?

Wie sind Anforderungen an die Lehrkraft

Die Medienkompetenz der Lehrkräfte steht hier im Vordergrund. Medienkompetenz ist das Schlagwort. Hier geht es nicht nur darum, dass wir unsere Programme, die wir im Unterricht einsetzen möchten zu kennen, hier geht es um mehr, um viel mehr. Medienkompetenz erstreckt sich auf alle Bereiche von Medien und deren Wirkung auf die Schüler und deren Umwelt und natürlich auch auf uns… in diesem Artikel möchte ich dennoch den Fokus allein auf den Einsatz von Lernsoftware richten…

 

Lehrer sollten die ersten Schritte immer vorführen. Hierzu eignet sich ein PC-Raum. Die vorherrschende Sozialform ist hier der frontale Unterricht, der Vorteil ist man arbeitet zeiteffektiv. Ansonsten eignen sich  Medieninseln und Klassenraum-PC`s für die Einbindung von Hard- und Software in den Unterricht besser.  

Die Lehrkraft sollte im Weiteren Ansprechpartner sein und über Programmkenntnisse verfügen. Wichtig ist auch, dass wir den Einsatz von Computern und Lernsoftware immer in Zusammenhang mit anderen Medien sehen.

 

 

Moderation: vonspecht

 

 

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